Digitales Pfund
Entscheidung offen- Typ
- Retail-CBDC
- Status
- Designphase; Entscheidung der Bank of England steht aus
- Quant
- Keine Rolle über das abgeschlossene Rosalind hinaus
Digitales Zentralbankgeld ist die Geschichte, die am häufigsten mit Quant verknüpft wird, und die am häufigsten falsch erzählt wird. Hier steht, was gebaut wurde, für wen, und wo die echte Dynamik liegt.
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Das Wichtigste in Kürze
Eine Central Bank Digital Currency ist die digitale Form des gesetzlichen Zahlungsmittels eines Landes, und zwar als direkte Verbindlichkeit der Zentralbank. Dieses eine Wort, Verbindlichkeit, macht den ganzen Unterschied. Die Euro auf Ihrem Girokonto sind eine Forderung gegen eine Geschäftsbank; ein Stablecoin ist eine Forderung gegen einen privaten Emittenten; ein digitaler Euro wäre eine Forderung gegen das Eurosystem selbst, genau wie ein Geldschein. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich beschreibt CBDC in exakt diesen Begriffen in ihrer Pressemitteilung zu Rosalind.
Zentralbanken unterscheiden zwei Familien. Eine Retail-CBDC richtet sich an die Öffentlichkeit: Haushalte und Händler, Wallets auf dem Smartphone, Karten, womöglich Offline-Zahlungen. Eine Wholesale-CBDC ist für Banken und Finanzinstitute gedacht, die große Beträge untereinander abwickeln, oft über Grenzen hinweg. Project mBridge ist ein Wholesale-Design; digitales Pfund, digitaler Euro, e-CNY und digitale Lira sind Retail-Designs.
Die meisten Retail-Entwürfe sind „zweistufig“ angelegt. Die Zentralbank gibt die Währung heraus und betreibt das Kern-Ledger; private Anbieter wie Banken und Fintechs bauen darauf die Wallets und Kundendienste. Project Rosalind folgte ausdrücklich diesem Modell, und das ist für das Verständnis von Quant entscheidend: Das Unternehmen hat sich nie als Emittent oder Ledger positioniert, sondern als API-Schicht zwischen Kern-Ledger und Anwendungen. Wer neu in der Technik ist, findet im Overledger-Ratgeber eine Erklärung, wie dieses Gateway arbeitet.
Die Motive unterscheiden sich von Land zu Land, und ehrlicherweise sind mehrere Zentralbanken noch dabei zu klären, ob sich die Idee überhaupt lohnt. Die wiederkehrenden Argumente lauten so: Die Bargeldnutzung sinkt, und eine Zentralbank ohne digitale Form ihres Geldes riskiert, dass die Bevölkerung nur noch privates Geld nutzt. Die Zahlungsinfrastruktur altert und ist teuer; ein modernes Kern-Ledger mit offenen Schnittstellen könnte neuen Anbietern den Wettbewerb mit etablierten Häusern ermöglichen. Programmierbarkeit könnte Geld mit Bedingungen verknüpfen, etwa eine Zahlung erst bei Wareneingang freigeben. Und grenzüberschreitende Zahlungen bleiben langsam und teuer, womit Wholesale- und Multi-CBDC-Projekte wie mBridge ins Spiel kommen.
Die Gegenargumente sind ebenso laut. Geschäftsbanken fürchten, dass Einlagen ihre Bilanzen verlassen. Datenschützer warnen vor einem staatlichen Register jedes Einkaufs. Und im Oktober 2026 erklärte die stellvertretende Gouverneurin der Bank of England, Sarah Breeden, laut Presseberichten, die Bank habe keine Eile mit einem digitalen Pfund für Verbraucher, weil tokenisierte Einlagen und Pfund-Stablecoins ähnliche Vorteile liefern könnten. Diese Bemerkung ist der wichtigste Kontext für alles Folgende: Die Front hat sich still von der CBDC zu tokenisiertem Geschäftsbankgeld verschoben, und diese Verschiebung kommt dem entgegen, was Quant verkauft.
Drei Engagements sind durch Gegenparteien oder Primärquellen belegt. Jedes ist enger gefasst als die Version aus der Community, weshalb Präzision lohnt.
Rosalind lief von 2022 bis Juni 2023 im Londoner Zentrum des BIZ Innovation Hub gemeinsam mit der Bank of England. Gebaut und getestet wurde eine API-Schicht für eine Retail-CBDC: 33 API-Funktionen und mehr als 30 Anwendungsfälle, von Überweisungen zwischen Privatpersonen und Zahlungen im Laden bis zu NFC, QR-Codes, Chipkarten, Biometrie und Mikrozahlungen. Die BIZ stellt unmissverständlich klar, das Projekt sei „rein experimentell“ und spiegele keinerlei Absichten der Bank of England zu Politik, Design oder Start einer CBDC wider.
Die BIZ-Seiten nennen keinen Anbieter. Quants Rolle ist aus den Mitteilungen der Anbieter selbst bekannt: Am 16. Juni 2023 erklärte Quant, Teil des Anbieterteams gewesen zu sein, das die zugrunde liegende Infrastruktur, Smart Contracts und Ledger-Interoperabilität lieferte; am 27. Juni 2023 bezeichnete sich UST als „Innovation Vendor“, der die vordere Rosalind-API-Schicht gebaut habe. Der zutreffende Satz lautet also: Quant lieferte Infrastruktur an ein Anbieterteam in einem abgeschlossenen Experiment von BIZ und Bank of England. Der unzutreffende Satz, der in sozialen Netzwerken kursiert, lautet: Quant baut das digitale Pfund.
Im April 2024 wählte der Branchenverband UK Finance zusammen mit EY die Firmen R3 und Quant als Technologieanbieter für die Experimentierphase des RLN aus. R3 lieferte das Corda-basierte Ledger; Quant lieferte über Overledger die Orchestrierungs- und API-Schicht mit Fokus auf die Anbindung der bestehenden Systeme der Teilnehmer und auf die Programmierbarkeit von Zahlungen. Beteiligt waren Barclays, Citi, HSBC, Lloyds, NatWest, Nationwide, Santander, Standard Chartered, Virgin Money, Mastercard und Visa. UK Finance veröffentlichte den Bericht zur Experimentierphase im September 2024. Das RLN war ein Konzept für ein gemeinsames Ledger regulierten Geldes, sowohl tokenisierter Einlagen als auch möglicherweise einer CBDC, und sitzt damit genau an der Grenze zwischen beiden Themen.
Am 5. Mai 2025 gab die EZB eine Innovationsplattform zum digitalen Euro mit knapp 70 Marktteilnehmern bekannt, ausgewählt aus über 100 Bewerbungen. „Pioneers“ testen bedingte Zahlungen gegen die technischen Spezifikationen und eine API der EZB; „Visionaries“ erforschen gesellschaftliche Anwendungsfälle. Die EZB-Mitteilung nennt niemanden namentlich; der Anhang mit den Teilnehmern führt „Quant Network Europe Limited“ im Pioneer-Arbeitsstrang. Das ist eine echte, dokumentierte Rolle, und es ist zugleich eine Sandbox-Rolle, die sich Quant mit Dutzenden anderer Firmen teilt. Die Komponenten des digitalen Euro hat die EZB in einem separaten Vergabeverfahren beschafft, bei dem Quant nicht zum Zug kam. Für eine Beteiligung Quants an der früheren EZB-Prototyping-Übung 2022 bis 2023 gibt es ebenfalls keinen Beleg.
Für deutsche Leser lohnt ein Blick darauf, was das Eurosystem bei der Verbindung von Blockchain-Plattformen mit Zentralbankgeld bereits konkret getan hat, denn hier wird das Geschäftsfeld sichtbar, auf dem Quant antritt. Die Deutsche Bundesbank steuerte zu den Erkundungsarbeiten des Eurosystems 2024 die sogenannte Trigger Solution bei, eine von drei Interoperabilitätslösungen. Sie verbindet DLT-Plattformen, die vom Markt betrieben werden, mit dem klassischen Zahlungssystem TARGET. 25 Institute nahmen teil, 23 Erprobungen wurden durchgeführt (15 Tests mit echtem Geld und 8 Experimente), die Arbeiten wurden am 29. November 2024 abgeschlossen. Quant war daran nach den veröffentlichten Unterlagen nicht beteiligt; das Projekt zeigt aber, dass genau die Brückenfunktion, die Quant mit Overledger verkauft, in Frankfurt als Infrastrukturfrage behandelt wird.
Am 1. Juli 2025 beschloss der EZB-Rat darauf aufbauend einen zweigleisigen Plan: Pontes soll kurzfristig DLT-Plattformen an TARGET anbinden, ein Pilot war bis Ende des dritten Quartals 2026 geplant; Appia ist die langfristige Spur für ein integriertes Ökosystem. Ob der Pontes-Pilot inzwischen läuft, ließ sich für diese Seite nicht verifizieren. Beim digitalen Euro selbst beschloss der EZB-Rat im Oktober 2025 den Übergang in die nächste Phase; der Pilot wird für 2027 vorbereitet, eine erste Ausgabe strebt die EZB für 2029 an, vorausgesetzt, der EU-Gesetzgeber beschließt 2026 den Rechtsrahmen. Ein Entwurf des Regelwerks (Version 0.91) wurde im Juli 2026 veröffentlicht. Die Bundesbank begleitet das Vorhaben mit einer eigenen Informationsseite und hat im Monatsbericht März 2026 die Kernelemente und den Ausblick zusammengefasst.
Dass EZB und Bundesbank beide in Frankfurt sitzen, macht die Stadt zum Zentrum dieser Entwicklung. Für die Einordnung von Quant heißt das: Die Pioneer-Rolle auf der EZB-Plattform ist ein Platz am Tisch, mehr nicht. Die Entscheidungen über Architektur und Anbieter des digitalen Euro fallen in den Verfahren von EZB und Eurosystem, nicht in einer Sandbox.
Wenn CBDC die Schlagzeile ist, dann sind tokenisierte Einlagen das Geschäft. Eine tokenisierte Einlage ist eine gewöhnliche Geschäftsbankeinlage, die auf einem gemeinsamen Ledger abgebildet wird. Sie kann dadurch zwischen Banken bewegt und sofort abgewickelt werden, Bedingungen tragen und an Märkte für digitale Vermögenswerte andocken, bleibt aber eine Bankverbindlichkeit unter bestehender Regulierung. Banken mögen das, weil das Geld in ihrer Bilanz bleibt; Zentralbanken mögen es, weil keine neue Form öffentlichen Geldes nötig ist.
Zwei Programme mit Primärquellen stellen Quant in den Mittelpunkt. Im September 2025 wählte UK Finance Quant aus, um die Plattform für den Pilot „Great British Tokenised Deposit“ mit Barclays, HSBC UK, Lloyds, NatWest, Nationwide und Santander zu bauen; Monzo kam im Januar 2026 hinzu. Die Anwendungsfälle: Zahlungen auf Online-Marktplätzen, Umschuldungen von Hypotheken und die Abwicklung digitaler Vermögenswerte. Ende September 2026 meldete UK Finance die ersten echten Kundentransaktionen, darunter zwei abgeschlossene Hypothekenwechsel, bei denen Gelder gesperrt und automatisch freigegeben wurden. Das ist kein Proof of Concept mehr; das ist Kundengeld, das sich auf einer von Quant gebauten Plattform bewegt.
Am 24. September 2026 wählte dann The Clearing House in den USA, Betreiber der Zahlungssysteme RTP und CHIPS, Quant als Anbieter der „Interoperabilitäts-, Orchestrierungs- und Transaktionsmanagement-Schicht“ für seine On-Chain Money Initiative aus, ein Interbankennetz für Clearing und Abwicklung tokenisierter Einlagen. TCH rechnet damit, dass es den teilnehmenden Instituten im ersten Halbjahr 2027 zur Verfügung steht. Die Seite zur Geschichte hält fest, was diese Ankündigung in den folgenden Tagen mit dem Kurs machte, und ruhig war es nicht.
Nimmt man die Murex-Integration vom März 2026 hinzu, die Overledger und Quant Flow in die Plattform MX.3 für tokenisierte Einlagen und digitale Anleihen einbettet, sowie die Vertriebspartnerschaft mit Dentsu Soken für tokenisierte Einlagen in Japan vom Januar 2026, zeichnet sich ein Muster ab: Quants kommerzielle Dynamik liegt bei bankemittiertem digitalem Geld, nicht bei Zentralbankgeld.
BIZ-Abschlussbericht, Juni 2023; über 30 getestete Anwendungsfälle
Sechs zum Start plus Monzo ab Januar 2026; Live-Transaktionen September 2026
Marktteilnehmer auf der Innovationsplattform; Quant ist einer davon
„Programmierbar“ klingt abstrakt, bis man den Fall der Hypothekenumschuldung sieht. Ein Kreditnehmer wechselt den Anbieter; die Mittel des neuen Kreditgebers dürfen den alten erst erreichen, wenn der rechtliche Abschluss vollzogen ist. Auf der GBTD-Plattform wurden die Gelder gesperrt und bei Eintritt der Bedingung automatisch freigegeben, was einen manuellen Abstimmungsschritt ersetzt, der heute Anwälte, CHAPS-Zahlungen und einen Tag Wartezeit bindet. Dieselbe Logik gilt für Marktplatzkäufe, die bei Lieferung freigeben, oder für eine digitale Anleihe, die automatisch auszahlt.
Quants Werkzeug dafür ist Quant Flow, vorgestellt im Mai 2025, mit einer Zahlungssprache namens PayScript, deren Spezifikation öffentlich auf GitHub liegt. Auch der Pioneer-Arbeitsstrang der EZB dreht sich ausdrücklich um bedingte Zahlungen. Programmierbarkeit ist der rote Faden, der Quants CBDC-Experimente mit seinen Einsätzen bei tokenisierten Einlagen verbindet; die Ökosystem-Seite beschreibt die Produktlinie im Detail, und die Seite zur Interoperabilität erklärt, warum Orchestrierung über mehrere Ledger hinweg schwieriger ist, als es klingt.
Jede Konsultation zu einer Retail-CBDC ist auf denselben Einwand gestoßen: Ein zentrales Register aller Verbraucherzahlungen bei der Zentralbank ist ein Überwachungsrisiko, und programmierbares Geld könnte zu kontrolliertem Geld werden. Die Unterlagen der Bank of England zum digitalen Pfund betonen, die Bank würde keine personenbezogenen Daten sehen, und jedes digitale Pfund bräuchte ein Parlamentsgesetz und weitere Konsultationen. Das Design der EZB kombiniert einen Online-Weg mit einer bargeldähnlichen Offline-Option. Chinas e-CNY dagegen ist bereits landesweit im Einsatz, seit Januar 2026 mit Verzinsung der Guthaben und rund dreißig Betreiberbanken, und Kritiker verweisen darauf als das Modell, das westliche Entwürfe vermeiden müssen.
Für Quant ist diese Debatte eher eine kommerzielle als eine technische Tatsache. Das zweistufige Modell von Rosalind und die Privacy-by-Design-Sprache in Quants eigenen Bankprodukten existieren, weil keine westliche Zentralbank ein System übernimmt, das diesen Einwand nicht entkräften kann. Die Äußerungen Breedens vom Oktober 2026 deuten an, dass Großbritannien den Streit womöglich ganz umgeht, indem es auf tokenisierte Einlagen setzt, die ohnehin in regulierten Banken mit geltendem Datenschutzrecht liegen.
Zuerst das Missverständnis, das korrigiert gehört: Keine CBDC läuft auf QNT, und von keiner Bank in diesen Projekten ist bekannt, dass sie QNT hält. Die GBTD-Abwicklung erfolgt in tokenisierten Pfund-Einlagen; das TCH-Netz wickelt tokenisierte Dollar-Einlagen ab; Rosalind hat überhaupt nichts Echtes abgewickelt. Weder UK Finance noch The Clearing House noch Quant haben erklärt, Banken müssten den Token kaufen oder halten, und Quants eigene FAQ sagt, Plattformgebühren könnten in US-Dollar oder per Abonnement in QNT beglichen werden.
Die tatsächliche Verbindung zwischen CBDC-Arbeit und Token ist indirekt. Mit QNT werden Overledger-Lizenzen bezahlt, und seit Dezember 2021 sind Lizenzgebühren für Kunden der Live-Plattform in QNT zahlbar. Mehr Enterprise-Einsätze sollten mehr Lizenznachfrage bedeuten, und Quant hat Lizenz-QNT zeitweise als für die Lizenzlaufzeit gesperrt beschrieben, auch wenn die aktuelle Website keine Sperrfrist nennt. Das Problem für Anleger: Quant veröffentlicht weder Lizenzumsätze noch Durchsatz noch die Menge an QNT, die im Auftrag der Kunden umgewandelt wird. Sie schließen aus Pressemitteilungen auf Nachfrage. Die Tokenomics-Seite erläutert das feste Angebot von 14,6 Millionen Token und den Lizenzmechanismus, und die Seite mit den Kursszenarien zeigt, was verschiedene Adoptionsannahmen bedeuten würden.
Zwei Punkte noch zur Einordnung. Erstens hat der Markt CBDC- und Banknachrichten wiederholt als Bestätigung gewertet: QNT verdoppelte sich auf die TCH-Ankündigung Ende September 2026 annähernd und gab den Großteil binnen Tagen wieder ab, was Volatilität ist, keine Fundamentaldaten. Zweitens nutzt der neuere Fusion-Rollup, seit Juni 2026 live, QNT tatsächlich für Gas und Node-Staking, womit sich die Nutzenstory des Tokens über Lizenzen hinaus verbreitert; das ist von der CBDC-Arbeit getrennt und auf der Staking-Seite beschrieben.
Die Tabelle fasst den offiziellen Stand zum Zeitpunkt unserer letzten Recherche zusammen. Die Links führen, wo vorhanden, zur zuständigen Institution; die Angaben zu mBridge stammen von der BIZ-Projektseite und nicht aus unseren eigenen Recherchedateien, prüfen Sie sie also dort.
| Projekt | Typ | Status | Rolle von Quant | Offizielle Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Digitales Pfund (UK) | Retail | Designphase; Entscheidung von Bank of England und Finanzministerium über das weitere Vorgehen steht aus; frühestmögliche Ausgabe „in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts“ | Keine angekündigt, abgesehen von Rosalind | Bank of England |
| Project Rosalind | Retail-API-Experiment | Abgeschlossen Juni 2023; 33 API-Funktionen, über 30 Anwendungsfälle | Infrastruktur im Anbieterteam mit UST | BIZ Innovation Hub |
| Digitaler Euro | Retail | Nächste Phase im Oktober 2025 beschlossen; Pilot 2027; Ausgabe 2029 vorbehaltlich EU-Gesetzgebung; Netzwerkdienstleister im Oktober 2026 ausgewählt | Pioneer auf der Innovationsplattform (einer von ~70) | EZB |
| Trigger Solution | DLT-Brücke zu TARGET | Eurosystem-Erkundung 2024 abgeschlossen (29. November 2024); 25 Institute, 23 Erprobungen | Keine | Deutsche Bundesbank |
| UK RLN | Gemeinsames Ledger regulierten Geldes | Experimentierphase abgeschlossen; Bericht September 2024 | Orchestrierungs- und API-Schicht mit R3 | UK Finance |
| e-CNY | Retail | Live; verzinste Guthaben seit Januar 2026; Betreiberbanken auf rund dreißig ausgeweitet | Keine | Pressebericht (mit Bezug auf die PBOC) |
| Digitale türkische Lira | Retail | Phase zwei F&E; Bewertungsbericht zu Phase eins Dezember 2023; kein Starttermin | Keine | CBRT |
| Project mBridge | Wholesale, Multi-CBDC | Minimum Viable Product; an die beteiligten Zentralbanken übergeben (laut BIZ-Seite) | Keine | BIZ Innovation Hub |
Wie sich Quants Engagements bei Zentralbanken und Geschäftsbanken aufgebaut haben.
BIZ und Bank of England veröffentlichen den Abschlussbericht. Quant und UST geben im selben Monat ihre Anbieterrollen bekannt.
UK Finance wählt R3 und Quant aus; elf Institute nehmen teil; der Bericht folgt im September.
Das Eurosystem schließt seine Erkundungsarbeiten zu DLT und Zentralbankgeld ab; die Bundesbank-Lösung verbindet Marktplattformen mit TARGET. Quant ist nicht beteiligt.
Quant Network Europe wird als Pioneer gelistet, der bedingte Zahlungen testet.
UK Finance wählt Quant aus, um den Pilot für tokenisierte Pfund-Einlagen mit sechs Banken zu bauen.
Erste Kundentransaktionen auf GBTD, darunter zwei Hypothekenwechsel; The Clearing House wählt Quant für seine On-Chain Money Initiative aus.
Nein. Quant gehörte zum Anbieterteam von Project Rosalind, einem abgeschlossenen Experiment des BIZ Innovation Hub und der Bank of England in den Jahren 2022 bis 2023. Die Bank hat noch nicht entschieden, ob sie ein digitales Pfund ausgibt, und Quant hat keine angekündigte Rolle in der Designphase oder im Digital Pound Lab.
Quant Network Europe Limited ist als „Pioneer“ auf der im Mai 2025 angekündigten EZB-Innovationsplattform zum digitalen Euro gelistet, als einer von knapp 70 Teilnehmern, die bedingte Zahlungen testen. Als Komponentenlieferant für den digitalen Euro wurde Quant nicht ausgewählt; diese Beschaffung lief bei der EZB separat.
Keine CBDC und kein Bankennetz nutzt QNT als Abwicklungsasset, und keine der Gegenparteien hat erklärt, Banken müssten den Token halten. Mit QNT werden Overledger-Lizenzen bezahlt; seit Juni 2026 dient der Token außerdem als Gas und Staking-Sicherheit auf dem Fusion-Rollup.
Es sind Geschäftsbankeinlagen, die auf einem gemeinsamen Ledger abgebildet werden, damit sie sofort abgewickelt werden und Bedingungen tragen können. Quant hat die britische GBTD-Plattform gebaut, die im September 2026 ihre ersten echten Kundentransaktionen verarbeitet hat, und wurde von The Clearing House für ein US-Netz für tokenisierte Einlagen ausgewählt, das im ersten Halbjahr 2027 starten soll.
Die Bundesbank hat mit der Trigger Solution eine von drei Interoperabilitätslösungen des Eurosystems beigesteuert, die DLT-Plattformen mit TARGET verbindet; die Erprobungen wurden im November 2024 abgeschlossen. Darauf aufbauend hat die EZB im Juli 2025 mit Pontes (kurzfristig) und Appia (langfristig) einen zweigleisigen Plan beschlossen. Quant ist an keinem dieser Vorhaben beteiligt.
Von den hier verfolgten Projekten ist nur Chinas e-CNY landesweit im Einsatz, seit Januar 2026 mit Verzinsung der Guthaben. Der digitale Euro soll 2027 in den Pilotbetrieb gehen, das digitale Pfund wartet auf eine Entscheidung, und die digitale Lira befindet sich in der zweiten Forschungsphase.